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    Prediger: Apg.2,42-47
 

  Auslegung zu Pfr. M. Wanner vom 02.02.2014
  42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
43 Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.
45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.
46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen
47 und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. aDer Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
 

  Gemeinde nach Gottes Herzen - Predigtreihe I: Das Vorbild der Urgemeinde
  Liebe Gemeinde,

Ein Passant kommt an eine Baustelle vorbei. Da sieht er drei Leute Steine klopfen. Auf seine Frage an die Arbeiter, was sie da machten, antwortet der Erste: „Steine klopfen!“ Der Tonfall seiner Stimme lässt keinen Zweifel daran, dass es die schrecklichste Arbeit ist, die es für ihn gibt. Der Zweite erwidert auf dieselbe Frage: „Meine Arbeit ist es, diese Säule zu bearbeiten. Ziemlich mühsam, das Ganze! Aber ich kann ja froh sein, dass ich überhaupt eine Arbeit habe.“ Der Dritte, der dieselbe Tätigkeit ausführt, spricht hingegen: „Wir bauen einen Dom. Dort drüben sthet das Modell und dort hängt auch der Plan, der zeigt, wie das GEbäude einmal aussehen wird. Ich bin stolz darauf, dass ich an diesem herrlichen Bauwerk mitbauen darf.“

Bei einem Bauwerk ist es ganz wichtig, dass ein genaue Plan da ist. Es muss eine Vorstellung da sein, was das Ganze einmal werden soll. Jeder, der an diesem Bauwerk arbeitet, muss sich nach diesem Plan richten. Jeder, der mitbaut, braucht auch einen Blick für das Ganze.

Für die Motivation, die Leidenschaft und das Durchhaltevermögen des Einzelnen und seine Arbeit ist es ganz entscheidend, dass er sieht, was das Ganze werden soll. Er darf nicht nur das sehen, was er gerade tut, sondern muss immer das vor Augen haben, was das Ganze am Ende werden soll. Es motiviert und begeistert, wenn ich weiß: „Ich baue einen Dom! Durch das, was ich tue, was ich baue, leiste ich einen entscheidenden Beitrag zu einem großen und herrlichen Bauwerk.“

Das alles gilt nicht nur für einen Dom oder irgendein anderes Bauwerk aus toten Steinen, sondern erst recht für die Gemeinde Gottes, das Bauwerk aus lebendigen Steinen.

Es gibt in unserem Land große Kirchengebäude, die völlig verbaut sind. In jeder Epoche wurde in irgendeinem anderen Stil irgendetwas umgebaut oder dazu gebaut. Gelegentlich kommt es dann vor, dass bei der Renovierung einer solchen Kirche zurückgefragt wird: „Wie sah denn das Gotteshaus ursprünglich aus? Was hat sich denn sein Baumeister damals gedacht, als er es erbauen ließ?“ Und dann werden in so einem Fall die alten Pläne hervorgeholt und die Kirche wird dann so umgebaut, wie es der ursprünglichen Absicht des Architekten von damals entsprach.

Auch beim Aufbau der Gemeinde Jesu ist es unabdingbar, an den Anfang zurückzukehren. Damals in Jerusalem hat der Heilige Geist den Plan einer Gemeinde nach dem Herzen Gottes entworfen. Die Jerusalemer Gemeinde war so etwas wie ein Modell oder eine Urform von Gemeinde Jesu.

Die Grundformen, die Bauelemente und Stilelemente von damals haben bleibende Bedeutung für den Bau aller Gemeinden zu allen Zeiten. Die Anbauten und Ausbauten der verschiedenen Gemeinden können variieren, aber überall muss erkennbar sein, welche Urform, dahintersteht. Die Handschrift des großen Baumeisters der Gemeinde Jesu muss erkennbar sein.

Mit dem Vorbild dieser Urgemeinde wollen wir uns jetzt beschäftigen. Und fangen Sie bei diesen Beschreibungen ruhig einmal an zu träumen. Stellen Sie sich vor, wie unsere Gemeinde sein könnte, wenn es so wäre, wie damals in der Urgemeinde.

Vielleicht wird dann auch eine Sehnsucht in Ihnen erwachen, dass das alles einmal Wirklichkeit wird. Vielleicht wird dann eine große Leidenschaft entstehen, bei dem herrlichen Bauwerk der Gemeinde Gottes mitzubauen.

Vier unverzichtbare Stilelemente in der Architektur der Urgemeinde fallen auf:

1. Verbindliche Lehre bestimmt alle Bereiche des Lebens.
2. Herzliche Gemeinschaft prägt die Beziehungen untereinander.
3. Vertrauensvolles Gebet verändert Menschen, Situationen und Umstände.
4. Freimütiges Bekenntnis führt Menschen zum Glauben.

1. Verbindliche Lehre bestimmt alle Bereiche des Lebens

„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel“

Die Beschäftigung mit Gottes Wort war eine tragende Säule im Gemeindeleben der ersten Christen.

Bei den Christen der Urgemeinde verschwand die Konfirmandenbibel nach der Konfirmation nicht in der Rumpelkammer. Da wurde die Traubibel nach der Trauung nicht als Ausstellungsstück ins Wohnzimmerregal gestellt und da wurde das Bibellesen auch nicht durch Andachtsbücher oder Bibelromane ersetzt.

Die Bibel war für diese Leute ein Lebensbuch. Von den Gläubigen in Beröa wird berichtet, dass sie neben dem Gesangbuch wohl auch die Bibel in den Gottesdienst mitbrachten, damit sie den Predigttext vor sich hatten. Daheim angekommen, lasen sie die Bibelstellen, die sie aufgeschrieben hatten noch einmal nach und studierten noch weiter an dem, was sie gehört hatten. Lukas berichtet von ihnen: „ Sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte“ (Apg. 17,11)

In genauer Übereinstimmung mit der biblischen Lehre regelt Paulus das Gemeindeleben in Korinth. Dazu gehörte zum Beispiel die Frage, was am Ende vor dem Gericht Gottes zählt und wie wichtig es ist, alles auf der Grundlage von Jesus Christus aufzubauen (1. Kor. 3,5ff). Oder das große Vorrecht, ein „Mitarbeiter Gottes“ zu sein und am Bauwerk der Gemeinde mitzuarbeiten (1. Kor. 3,9). Aber auch ganz praktische Fragen werden bei Paulus angesprochen. Zum Beispiel wie Christen in Rechtsstreitigkeiten miteinander umgehen sollen (1. Kor. 6,1ff), wie Gott über Ehe und Ehescheidung oder Singles denkt (1. Kor. 7,1ff), welche Aufgaben Männer und Frauen in der Ehe und in der Gemeinde haben (1.Kor. 11,2ff), wer am Abendmahl teilnehmen darf (1.Kor. 11,27ff) und wie jeder seine Gaben in der Gemeinde einbringen kann (1. Kor. 12,1ff).

Von der biblischen Lehre ging eine Kraft aus, die nicht nur das Gemeindeleben prägte, sondern auch das Leben der Gemeindeglieder bis in Einzelheiten hinein veränderte. Die ersten Christen hatten Profil.

Sie waren schon durch ihre Art zu glauben, zu denken und zu leben von allen anderen Menschen zu unterscheiden: Viele verkauften ihre Äcker und Häuser, damit dieses Geld für die Gemeinde eingesetzt werden konnte und mehr Zeit für die Mitarbeit in der Gemeinde übrig blieb. Andere bereinigten alte Geschichten. Sie vergaben einander und versöhnten sich miteinander. Alle führten ihr Leben in einer inneren Zuversicht, Gelassenheit und Unbekümmertheit, die in dieser Weise den Nichtchristen völlig fremd war.

Das können wir als Gemeinde von der Urgemeinde lernen:
Wir dürfen uns bei Fragen des Gemeindelebens nicht von gewohnten Traditionen oder modernen Konventionen, sondern ausschließlich von der biblischen Lehre leiten lassen.

Verbindliche Lehre soll alle Bereiche des Lebens bestimmen.

2. Herzliche Gemeinschaft prägt die Beziehungen untereinander

„Sie blieben aber beständig in der Gemeinschaft“

Eine herzliche Gemeinschaft spannte sich wie ein mächtiges Deckengewölbe über den Lebensraum der Gemeinde und prägte alle Beziehungen untereinander.

Die Gemeinde hatte einen zentralen Versammlungsort. Regelmäßig traf sie sich in der Halle Salomos im Vorhof des Tempels (Apg. 5,12). Dieser zentrale Gemeindeversammlungen waren offene Gottesdienste, an der auch viele am Glauben Interessierte teilnahmen.

Wichtige Fragen des Gemeindelebens, die alle bewegten, wie zum Beispiel die Versorgung der Witwen (Apg. 6,1ff) oder die Aussendung von Missionaren (Apg. 13,1ff), wurden in Gemeindeversammlungen besprochen und dann unter intensivem Gebet entschieden.

Die Gemeinde war vor allem in kleinen Hausgemeinden organisiert: „Sie brachen das Brot hier und dort in den Häusern und hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.“ Die Hausgemeinschaft war eine Glaubens- und Lebensgemeinschaft. In den Häusern wurde zusammen gegessen und dort wurde auch das Abendmahl gefeiert. Dort wurden die Armen und Bedürftigen unterstützt und wurde auch untereinander Seelsorge praktiziert.

Eine tiefe Einheit im Geist war das Markenzeichen der ersten Christen. „Sie waren täglich einmütig beieinander.“ Es war eine tiefe Gemeinsamkeit die sie miteinander verband, die nur Kinder Gottes kennen. Paulus zählt einmal diese verbindenden Elemente der geistlichen Einheit auf: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen“ (Eph. 4,4-6).

Den Gläubigen der ersten Stunde war es einfach nicht möglich, für sich selbst Christen zu sein. Sie konnten ohne die Gemeinschaft nicht leben.

Jesus lebt ja in jedem, der Brüder und Schwestern und wer diese Tatsache ernst nimmt, weiß: Wenn ich Jesus treffen will, dann muss ich in die Gemeinde gehen. Jesus begegnet mir im Bruder und in der Schwester in der Gemeinde. Und Bonhoeffer hat daher einmal gesagt: „Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss.“

Die Sehnsucht nach der Gemeinschaft war bei den ersten Christen so groß, dass sie täglich die Gemeinschaft untereinander brauchten.
Und die Gemeinschaft untereinander war so herzlich, dass jeder der in die Versammlungen der Gläubigen kam, feststellen musste: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele“ (Apg. 4,32).

Menschlich gesehen war die Urgemeinde eine unmögliche Konstruktion. Allein ihre Existenz war schon ein Gottesbeweis, denn nirgendwo auf der Welt gelang es so unterschiedliche Menschen miteinander zu verbinden. Da saßen rechtlose Sklaven und vornehme Herren nebeneinander in einer Bank. Da waren Zöllner, die mit der römischen Besatzungsmacht kollaborierten und Zeloten, die früher der jüdischen Terrorbewegung angehörten im selben Hauskreis und da lagen sich auffällig gekleidete Damen aus dem römischen Adel und ehemalige Huren aus dem Jerusalemer Rotlichtmilieu in den Armen.

Das machte die Ausstrahlung der Gemeinde aus: Diese Art von Gemeinschaft in versöhnter Vielfalt war für Außenstehende etwas Ungeheuerliches. Jeder hatte sofort den Eindruck: In den Versammlungen der Gemeinde ist der Heilige Geist zum Greifen nah.

Das wollen wir als Gemeinde von der Urgemeinde lernen:
Wir dürfen einander in der Gemeinde nicht aus dem Weg gehen. Wir dürfen uns mit gelegentlichen Sonntagskontakten nicht zufrieden geben.

Die Gemeinde muss wieder eine Glaubens- und Lebensgemeinschaft werden. Herzliche Gemeinschaft soll unsere Beziehungen untereinander prägen.

3. Vertrauensvolles Gebet verändert Menschen, Situationen und Umstände

„Sie blieben beständig im Gebet“

Ein lebendiges Gebetsleben bildete nach allen Seiten eine die offene und helle Fensterfront im Haus der Gemeinde.

Gebetet wurde überall im Leben der Gläubigen. Die Gemeinde bildete Gebetsgemeinschaften und lobte Gott mit Liedern und Gesang. Auch in den Gottesdiensten und in den Hausgemeinden gab es Gebetszeiten in denen jeder beten konnte.

Das Gebet eines Einzelnen lernen wir bei Petrus kennen. Um die Mittagszeit betet er auf dem Flachdach einer Wohnung in Jaffa. Während dem Gebet werden ihm plötzlich die Augen geöffnet für ein neues Aufgabenfeld gegenüber den Nichtjuden und Ausländern im Land (Apg. 10,9ff).

Von dem zentralen Leitungsteam der Jerusalemer Gemeinde gemeinde hören wir, dass sie sich regelmäßig zum Gebet trafen (Apg. 1,13f).

Eindrucksvoll sind die großen Gebetsversammlungen der Gemeinde, von denen wir hören. Oft waren es schwierige und notvolle Situationen, die Anlass boten, dass sich die ganze Gemeinde zum Gebet versammelte. Nach den ersten Anfeindungen des Hohen Rates gegen die Gemeinde, versammelt sich die ganze Gemeinde zum Gebet.
Gott antwortet in machtvoller Weise mit einem Erdbeben und mit einer ganz neuen Offenheit der Jerusalemer Bevölkerung für die Botschaft des Evangeliums (Apg. 3,37ff).
In einer ähnlichen Situation trifft sich die Gemeinde wieder zum Gebet. Dieses Mal haben sie sich in einer der Hausgemeinden versammelt. Durch das Gebet der Gemeinde wird Petrus auf wunderbare Weise aus dem Gefängnis befreit (Apg. 12,1ff).

Die Gemeinde knüpfte große Erwartungen an das gemeinsame Gebet und tatsächlich reagierte Gott auch immer in ganz überraschender Weise auf das Gemeindegebet.

Das wollen wir als Gemeinde von der Urgemeinde lernen:
Wir wollen vom Gebet wieder mehr erwarten. Vertrauensvolles Gebet, das Menschen, Situationen und Umstände völlig verändern kann, soll auch in Zukunft wieder ganz neu unser Gemeindeleben prägen.

4. Freimütiges Bekenntnis führt Menschen zum Glauben

„Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“

Ein freimütige Bekenntnis war wie eine offene Tür der Gemeinde zu den Menschen.

Was für ein Unterschied: Einmal sehen wir die Mitarbeiter Jesu wie sie ängstlich hinter verschlossenen Türen sitzen.
Sie haben sich zurückgezogen unter ihresgleichen, sie haben sich abgeschottet und verbarrikadiert, damit niemand ihnen zu nahe kommt. Vielleicht gleichen unsere Gemeinden manchmal solchen bunkerähnlichen Festungen an die sich niemand herantraut?

Das andere Mal sehen wir dieselben Leute draußen, mitten in der Öffentlichkeit. Sie sagen das Evangelium jedem der es hören will. Der Glaube an Jesus wird zum Stadtgespräch und erhitzt die Gemüter. Viele reagieren mit Wohlwollen. Die bibeltreuen Pharisäer reagieren verhalten. Gamaliel macht sich zu ihrem Sprecher. „Abwarten, wie sich alles entwickelt,“ heißt seine Devise. Die liberalen Sadduzäer ärgern sich und werden neidisch über den großen Zulauf, den die Gemeinde hat. sie kommen mit scharfen Gegenreaktionen und wollen die junge Bewegung im Keim ersticken.

Aber von der Gemeinde geht eine unwahrscheinliche missionarische Dynamik aus. Die Menschen staunen über die Beredsamkeit und Überzeugungskraft dieser einfachen Leute. Sie können es nicht lassen, überall und immer von Jesus zu erzählen. Als man den Jesusleuten den Mund stopfen will, sagen sie: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg. 4,20).

Die Verkündung ist kompromisslos. „In keinem andern ist das Heil (als in dem Namen Jesu). Es ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apg. 4,12). Die Predigt ist christozentrisch. Sie ist auf Kreuz und Auferstehung ausgerichtet: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat“ (Apg. 2,36).

Und es kommen Menschen zum Glauben. Die Gemeinde Jesu gleicht einer Wöchnerinnenstation. Täglich geschieht das Wunder der Wiedergeburt. Menschen erblicken das Licht der Welt eines Lebens mit Gott und finden Anschluss an die Familie der Gemeinde Jesu.

Das wollen wir als Gemeinde von der Urgemeinde lernen:
Wir dürfen das Bekenntnis von Jesus nicht verstecken. Wir brauchen wieder neue Freiheit, mit Menschen in unserer Umgebung über Jesus zu reden. Durch das freimütige Bekenntnis sollen durch unsere Gemeinde wieder Menschen zum Glauben an Jesus kommen.

Wir haben uns heute Morgen mit dem Vorbild der Urgemeinde beschäftigt. Vier unverzichtbare Stilelemente in der Architektur der Urgemeinde fielen auf:
1. Verbindliche Lehre bestimmt alle Bereiche des Lebens.
2. Herzliche Gemeinschaft prägt die Beziehungen untereinander.
3. Vertrauensvolles Gebet verändert Menschen, Situationen und Umstände.

4. Freimütiges Bekenntnis führt Menschen zum Glauben.

Bei allen Bauelementen im Modell der Gemeinde Jesu sticht noch ein besonderes Wort ins Auge: Ich meine das Wörtlein „beständig“. Sie blieben beständig dran an der biblischen Lehre, an der Gemeinschaft am Gebet und am Bekenntnis von Jesus.

Damit Gemeinde Jesu gebaut werden kann, sind viele kleine Schritte notwendig, die in aller Beständigkeit gegangen werden müssen. Beständigkeit hat auch etwas mit Bereitschaft zu tun. Dass griechische Wort für „beständig“ wird auch für das Bereitstellen eines Bootes verwendet, das Jesus einmal als Kanzel benutzte, um zu den Menschen, die sich am Ufer des Sees Genezareth gelagert hatte, zu sprechen (Mk.3,9). So wie die Jünger ihr Boot für Jesus bereithielten, sollen wir unser Leben bereithalten, damit der Herr bei uns einsteigen kann, um mit uns das zu tun, was er will.

Das Modell der Urgemeinde haben wir vor uns. Von diesem Modell ausgehend brauchen jetzt auch eine klare Vision, ein konkretes Bild für unsere Gemeinde. Wir dürfen Gott fragen, wie unsere Gemeinde nach seinen Plänen in fünf Jahren aussehen soll. Und er kann uns da eine einheitliche Vorstellung schenken.

Auf jeden Fall wollen wir alle beständig dranbleiben und bereitsein für das was der Herr mit uns vorhat. Es ist ein großer Unterschied, ob ich nur Steine klopfe oder ob mir ständig vor Augen steht: „Ich baue einen Dom.“ Amen
 

  Author: Wanner, Michael eingegeben am: 03.02.2014 09:50 Uhr
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